Der Weltstaat

29.07.2019

Aktuelle Lektüre: Ernst Jünger »Der Weltstaat«. In verschiedenen Interviews und Gesprächen erläutert der Autor seine Vorstellung des Weltstaates, den er bereits in seiner während des Krieges verfassten Schrift »Der Friede« für das 21. Jahrhundert voraussagt.

Jünger argumentiert geschichtlich, indem er darauf hinweist, dass der 1. Weltkrieg das Ende der Monarchien besiegelt und der 2. Weltkrieg die Auflösung der Nationalstaaten eingeleitet habe. Was folgt, sei der Weltstaat, der ohne Grenzen sei, in dem sich jedoch wieder Vater- und Mutterländer – oder das, was man in der deutschen Sprache als Heimat bezeichnet, bilden könnten.

Seltsamerweise lässt Jünger, der das 21. Jahrhundert auch als das Zeitalter der Titanen sieht, unberücksichtigt, dass es bei diesem »materialistischen Geschlecht« weder ein Vaterland noch Heimat geben kann. Hier gibt es keinen Mythos sondern es gelten einzig und allein die Technik und die Ökonomie.

Und so wird die Welt nach rein ökonomischen Grundsätzen umgestaltet. Da insbesondere die Gleichheit der Menschen mehr Ökonomie verspricht, wird eben diese Gleichheit vorangetrieben. Zudem müssen die in sich geschlossenen Kulturen – die sich per Definition durch eine gemeinsame Sprache, Religion und Geschichte und durch den ihnen zugrundeliegenden Mythos auszeichnen – aufgebrochen werden.

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Veröffentlicht am 29.07.2019 20:56 Uhr.