Industrie

4.9.2019

Die Industrialisierung zielt auf die maschinelle Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen ab. Ein Meilenstein war die Erfindung der Dampfmaschine im Jahr 1712, während sich die ersten modernen Industrien zwischen 1770 und 1820 etablierten. Parallel dazu kam es zur Aufklärung und somit zum Zeitalter der Vernunft, der Menschenrechte, der Bildung und der Emanzipation. 

Das Wort »Industrie« ist lateinischer Herkunft. Im Jahr 1754 gelangte es nach Frankreich und nahm die Bedeutung von »beharrlich, geschäftig, fleissig« an.

Mittlerweile hat sich die Industrialisierung auf praktisch alle Lebensbereiche ausgedehnt. Nicht nur die Herstellung der Güter geschieht industriell, auch die Landwirtschaft hat sich die industrielle Produktionsweise zu eigen gemacht, bis hin zur Schlachtung der Tiere. Ebenso ist das Bauwesen industrialisiert worden. Und es wird mit industriellen Methoden Krieg geführt. Auch die Bildung wird nach industriellen Grundsätzen vermittelt, indem nicht mehr das Bild sondern ausschliesslich das Wissen im Vordergrund steht. Es geht um Informationen, deren reine Form die Informatik ist – das Programmieren der zu Zeichen degenerierten Bilder. Alles, was die Massen anspricht und in Massen auftritt, trägt das Signum des Industriellen: die Wirtschaft, der Tourismus, der Verkehr, der Sport, die Eventkultur.

Nur der vernünftige, mit Wissen angehäufte, emanzipierte und somit seine traditionelle Rolle nicht mehr akzeptierende Mensch taugt für ein industrielles Leben. Und natürlich muss der industrielle Mensch geschützt werden, damit der der Industrie erhalten bleibt. Deshalb hat man die Menschenrechte erfunden.

Veröffentlicht am 04.09.2019 20:33 Uhr.